Die Lösung:

Mit dem intelligenten Suchsystem ist es möglich jede beliebige Stelle einer mehrstündigen Aufnahme innerhalb weniger Sekunden zu finden und anzusteuern. Dafür sind nur zwei Tasten nötig, eine zum vorwärts springen und eine zum rückwärts springen.

Der besondere Trick dabei ist die variable Sprungweite, die bei jedem Tastendruck vom System neu festlegt wird.

Hierzu ermittelt das System nach jedem Tastendruck immer zuerst den aktuellen Suchbereich. Hat man z.B. die Taste zum Vorwärts-Springen gedrückt, so weiß das System, dass sich die gesuchte Stelle hinter der aktuellen Position befinden muss (denn sonst hätte der Benutzer die andere Taste gedrückt). Das umgekehrte gilt beim Drücken der Rückwärts-Sprungtaste. In dem Fall muß die gesuchte Stelle vor der aktuellen Position liegen. Auf diese Weise grenzt das System bei jedem Tastendruck den Suchbereich immer enger ein und passt die Sprungweite entsprechend an.

Das System beginnt zunächst mit einer kleinen Anfangs-Sprungweite von beispielsweise 10 Minuten oder weniger. Drückt der Benutzer nun mehrmals die selbe Sprungtaste (also immer die gleiche Sprungrichtung), so steigt mit jedem Sprung die statistische Wahrscheinlichkeit, dass das gesuchte Ziel noch deutlich weiter entfernt liegt. Aus diesem Grund wird die Sprungweite mit jedem Sprung vergrößert. Hierfür hat sich bei Tests und Simulationen ein Faktor in der Größenordnung von 1,4 als ideal erwiesen. Ein Sprung geht somit also jeweils 1,4 mal so weit, wie der vorherige.

Zusätzlich gibt es aber zwei Regeln, die die Sprungweite reduzieren können:

1. Ein Sprung geht nie weiter als bis zur Mitte des aktuellen Suchbereichs.

2. Ein Sprung geht nie weiter als eine fest vorgegebene Maximalweite, die z.B. 25 Minuten betragen kann. (Der Grund ist ganz einfach der, dass die meisten Fernsehsendungen 25 Minuten oder länger dauern. Würde man mehr als 25 Minuten auf einmal überspringen, so könnte man versehentlich die gesamte gesuchte Sendung überspringen ohne es zu bemerken.)

Auf diese Weise ist es nun möglich jede beliebige Position einer Aufnahme mit beispielsweise 4 Stunden Länge mit etwa 13 Tastenbetätigungen auf die Sekunde genau anzusteuern. Nur soweit hat die Sache noch einen Haken: Drückt man nur einmal die falsche Taste (falsche Sprungrichtung), so befindet sich die gesuchte Position auserhalb des definierten Suchbereichs. Damit wäre es nicht mehr möglich die gesuchte Position zu finden und anzusteuern. Um dies zu verhindern werden die Begrenzungen des Suchbereichs unter bestimmten Voraussetzungen wieder aufgehoben (das heißt auf die Anfangswerte zurückgesetzt). Drückt man drei mal in Folge die Vorwärts-Sprungtaste, so wird die obere Begrenzung des Suchbereichs zurückgesetzt. Drückt man dagegen drei mal in Folge die Rückwärts-Sprungtaste, so wird die untere Begrenzung des Suchbereichs zurückgeetzt. Dadurch sind Fehler jederzeit korrigierbar, indem man ein paar mal in die andere (richtige) Richtung springt.

Mit dieser Fehler-Korrektur benötigt man durchschnittlich 14,5 Tastenbetätigungen um in einer 4-Stündigen Aufnahme eine Stelle sekundengenau zu finden. Der geringfügig höhere Wert (im vergleich zu 13 Tastenbetätigungen) resultiert daraus, dass es in Ausnahmefällen passieren kann, dass eine Suchbereichs-Begrenzung zurückgesetzt wird, obwohl sie eigentlich richtig war. Die Einbuße an Effektivität durch diese Fehler-Korrektur ist somit aber nur sehr gering, so dass der Vorteile (nämlich dass Fehler jederzeit leicht korrigierbar sind) deutlich überwiegt.

Tasten für die Sprungfunktion mit gebogenen PfeilenAls Tastatursymbole für die Sprungtasten, eignen sich diese sehr gut. Die gebogenen Pfeile symbolisieren einerseits die Sprung-Funktion und unterscheiden sich andererseits von den sonst üblichen Pfeilen, die z.B. für den Bildsuchlauf verwendet werden.